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Brasilien |
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Da ich schon zum zweiten Mal eine so lange Radtour durch Südamerika machte, war mir klar, dass es höchstwahrscheinlich auch die letzte sein würde. Sollte mir so etwas noch ΄mal vergönnt sein, wären Asien oder Afrika ein Ziel. Dabei hätte es mir Leid getan, nichts von Brasilien kennen gelernt zu haben! Der wohl entscheidende Grund für den Umweg in Richtung Buenos Aires war aber einfach der, dass ich noch länger fahren wollte, um dieses Erlebnis so lange wie möglich auszukosten. Die Geschichte meiner Radtour hier ist schnell erzählt, doch einen größeren Abschnitt möchte ich einer für mich besonders eindrucksvollen Begegnung zu Weihnachten widmen.
Südbrasilien ist ganz anders, als ich es
mir vorgestellt hatte! Weniger tropisch die Vegetation
Alle Radfahrer, denen ich irgendwann begegnet war und die Brasilien schon durchfahren hatten, schwärmten von diesem Land. Da müsse ich unbedingt noch hin, allein der Menschen wegen! Das kann ich nur bestätigen! Auch ich wurde überall herzlich und gastfreundlich aufgenommen.
Im Süden Brasiliens
haben sich Anfang des 20. Fahrhunderts viele deutsche Ein Zum Radfahren ist der Süden Brasiliens denkbar ungeeignet, weil es auf den viel befahrenen Straßen immer wieder Abschnitte ohne Seitenstreifen gibt. Da lebt der Radfahrer einfach lebensgefährlich! Nach fünf Wochen unter diesen Bedingungen, die immer schwieriger wurden, je mehr ich mich dem Großraum Sao Paulo näherte, und bei anhaltend schlechtem Wetter mit viel Regen und ständig feuchten Sachen war meine Stimmung auf einem Tiefpunkt. Als ich schon überlegte, nach Argentinien zurück zu flüchten, kam es dann zu der nettesten und gleichzeitig bewegendsten Begegnung dieser Radtour, die mich zu der Einsicht führte, dass all die Umwege sich hierfür gelohnt hatten. Es war Begegnung mit Roberto und seiner Familie, mit der ich die Weihnachtstage und den Jahreswechsel gemeinsam verbrachte. Dieser Episode habe ich eine eigene Seite gewidmet (siehe "Roberto und Familie").
Besonders gern erinnere ich mich außerdem auch an die Tage an einem sehr symphatischen weil sehr einfachen Badestrand an einem Fluss bei der Ortschaft Cristal, wo mich Roberto und Antonio in ihrer Imbissbude durchfütterten. |
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